In Guatemala entdeckter Teotihuacan-Altar wirft neues Licht auf die Geschichte der Maya
Ein kürzlich in Tikal, der antiken Maya-Stadt in Guatemala, ausgegrabener Altar verändert unser Verständnis einer entscheidenden Periode der Maya-Geschichte. Der Altar, der aus dem späten 4. Jahrhundert n. Chr. stammt, weist einen künstlerischen Stil auf, der stark an Teotihuacan erinnert, eine mächtige Zivilisation, die Hunderte von Kilometern entfernt im heutigen Mexiko lag. Forscher glauben, dass qualifizierte Handwerker aus Teotihuacan den Altar geschaffen haben, was auf einen erheblichen Einfluss und die Kontrolle von Teotihuacan über Tikal hindeutet. Diese Entdeckung, zusammen mit früheren Funden wie einer Nachbildung der Teotihuacan-Zitadelle und einzigartigen Bestattungspraktiken, deutet auf eine gewaltsame Machtübernahme und einen anschließenden Regimewechsel hin und unterstreicht ein gewalttätiges und transformatives Kapitel der Maya-Zivilisation. Die Entdeckung des Altars bietet einen faszinierenden Einblick in das komplexe und oft konfliktreiche Verhältnis zwischen den beiden alten Reichen.