Globale Metastasierung von Betrugs-Callcentern: Eine weltweite kriminelle Expansion
Die UN warnt davor, dass sich globale Betrugs-Callcenter wie ein Krebsgeschwür ausbreiten, wobei kriminelle Syndikate ihre Aktivitäten weltweit ausweiten. Durchgreifen in Ost- und Südostasien haben dazu geführt, dass die Operationen in Regionen mit laxeren Regulierungen verlagert werden, darunter Afrika, Südasien, Teile der pazifischen Inseln und sogar Verbindungen zum Geldwäsche und zur Rekrutierung in Europa und Nordamerika. Diese Gruppen nutzen die Sprachkenntnisse vor Ort, um ihren Opferkreis zu erweitern und die Gewinne drastisch zu steigern. Der Bericht schätzt die jährlichen Einnahmen auf 27,4 bis 36,5 Milliarden US-Dollar und zielt auf Regionen mit schwacher Regierungsführung ab. Strafverfolgungsmaßnahmen haben zu Verhaftungen von Ausländern geführt, die in Betrug und Cyberkriminalität verwickelt sind; beispielsweise wurden im April 2024 in Sambia 77 Verdächtige verhaftet, darunter 22 chinesische Staatsbürger. Obwohl die zuverlässigen Daten in Südamerika begrenzt sind, bauen asiatische kriminelle Gruppen die Infrastruktur für Online-Betrug und Glücksspiele aus und schließen Geldwäschesyndikate mit lokalen Drogenhandelsnetzwerken. In Europa sind Georgien und die Türkei zu Brennpunkten für Cyberbetrug geworden. Darüber hinaus gründen kriminelle Syndikate scheinbar legale Unternehmen (Hotels, Casinos, Reisebüros) in pazifischen Inselstaaten, um illegale Online-Glücksspiele, Drogen- und Menschenhandel, Migrantenschmuggel und Geldwäsche zu verschleiern. Die UN empfiehlt, die Regulierungsrahmen zu stärken und die Behörden mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, um diese Verbrechen zu bekämpfen.