Der Alpha-Mythos entlarvt: Wie in Gefangenschaft lebende Wölfe unser Verständnis von Macht verzerrt haben
Dieser Artikel hinterfragt das Missverständnis, dass die in Gefangenschaft lebenden Wolfsrudelhierarchie die natürliche soziale Dynamik von Wölfen und damit auch die menschliche Führung widerspiegelt. Frühe Forschungen an in Gefangenschaft lebenden Wölfen verbreiteten das Konzept des „Alpha“-Männchens, was Dominanz und Aggression als Grundlage der Führung implizierte. Spätere Studien an Wildwölfen zeigten jedoch eine andere Realität: familienbasierte Einheiten, die von erfahrenen Eltern geführt werden, wobei Führung aus Fürsorge und Schutz, nicht aus roher Gewalt entsteht. Der Autor argumentiert, dass die Anwendung des Modells des in Gefangenschaft lebenden Wolfes auf die menschliche Gesellschaft zu einem verzerrten Verständnis von Macht und Führung geführt hat, was zu negativen Ergebnissen in Branchen wie der Technologiebranche beigetragen hat, wo hoher Druck und der Fokus auf Dominanz zu Burnout führen. Der Artikel fordert eine Neubewertung der Führung, wobei Kooperation und Fürsorge gegenüber aggressiver Konkurrenz und Kontrolle betont werden.
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