Googles Kehrtwende bei der Fingerprinting-Richtlinie: Ein Jahrzehnt Datenschutzfortschritt rückgängig gemacht?

2025-01-10

Googles geplante Änderung der Richtlinie ab Februar 2025, die Device Fingerprinting für Werbezwecke erlaubt, hat scharfe Kritik vom britischen Information Commissioner's Office (ICO) hervorgerufen. Dies wird als potenziell größte Erosion der Online-Privatsphäre seit einem Jahrzehnt angesehen. Google hatte zuvor versprochen, Fingerprinting zu verbieten, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und sich mit seinen Privacy Sandbox-Initiativen abzustimmen. Die neue Richtlinie schreibt jedoch nur die Offenlegung der Datenerhebung vor, nicht das Verbot von Fingerprinting selbst. Dies steht im Widerspruch zu früheren Äußerungen von Google und könnte den Weg für hochgradig zielgerichtete, KI-gestützte Werbung ebnen, wodurch die Datenerhebung und die Datenschutzrisiken verstärkt werden. Analysten befürchten, dass dies einen Rückschritt beim Online-Datenschutz bedeutet und ähnliche Vorgehensweisen bei zukünftigen Google-Produkten vorwegnimmt.

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