J.M. Coetzee: Eine komplexe Beziehung zum Englischen
Der Nobelpreisträger für Literatur J.M. Coetzee beschreibt seine komplexe Beziehung zur englischen Sprache. In Südafrika aufgewachsen, ohne Englisch als Muttersprache zu haben, beherrschte und schrieb er auf Englisch, behielt aber immer ein Gefühl der Distanz. Er sieht Englisch als Kolonialsprache, ein Werkzeug der globalen Dominanz, und versucht durch sein Schreiben, diese Machtstruktur zu untergraben und einen wurzellosen Ausdruck zu finden, der kulturelle Grenzen überschreitet. Seine Zusammenarbeit mit der argentinischen Schriftstellerin Mariana Dimópulos, die seine englischen Werke ins Spanische übersetzt und zuerst in der südlichen Hemisphäre veröffentlicht, veranschaulicht dieses Bestreben und symbolisiert eine Herausforderung der zentralen Stellung des Englischen.
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