Zeitlupe: Ein Trick des Gehirns und ein kultureller Spiegel
Vor zwanzig Jahren entwickelte der Neurowissenschaftler David Eagleman ein Experiment, bei dem Studenten von einem Turm fallen gelassen wurden, um Nahtoderfahrungen zu simulieren. Das Experiment zeigte, dass der „Zeitlupeneffekt“ keine Verlangsamung der Wahrnehmung ist, sondern ein Gedächtnistrick, bei dem das Gehirn in kritischen Momenten mehr Details speichert. Dies spiegelt die häufige Verwendung von Zeitlupe im Film wider; sie ist zu einer gebräuchlichen Sprache geworden, um Traumata und extreme Erfahrungen auszudrücken. Von Filmen bis zur Realität ist Zeitlupe nicht nur ein visueller Effekt, sondern eine Art und Weise, wie wir die Welt verstehen.
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