Das Verschwinden der Farbe: Ein moderner ästhetischer Wandel
Von Autos und Marken bis hin zu Filmen dominieren Graustufen und monochromatische Farben die Welt. Dieser Artikel untersucht die Gründe für dieses Phänomen und argumentiert, dass es nicht nur um Materialien oder Modetrends geht, sondern um die langjährige Abwertung von Farbe in der westlichen Philosophie. Von Platon bis Kant wurde die Vernunft den Sinnen vorgezogen, wobei Farbe als sensorische Störung angesehen wurde, die das Verständnis der Wahrheit behindert. Die Moderne verwarf Farbe zudem als übermäßige Verzierung und strebte nach reiner Form. Der Artikel argumentiert jedoch, dass diese Ablehnung von Farbe die harmonische Einheit von Farbe und Form ignoriert, wie sie in den lebendigen Farben der Barockkunst zum Ausdruck kommt, wo Emotion und Vernunft koexistieren. Es ist an der Zeit, Farbe wieder anzunehmen und unser Leben zu bereichern.
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