Wikinger-Schatz enthüllt überraschende Handelsbeziehungen zwischen England und der islamischen Welt
Ein in Bedale, North Yorkshire, ausgegrabener Silberschatz aus der Wikingerzeit verändert unser Verständnis des Handels im Wikingerzeitalter. Analysen zeigen, dass ein erheblicher Teil des Silbers aus dem 9. und 10. Jahrhundert n. Chr. nicht aus lokalen Plünderungen stammt, sondern aus der islamischen Welt, insbesondere aus dem Iran und dem Irak. Dieses Silber gelangte über etablierte Handelswege nach Skandinavien und schließlich nach England. Die Entdeckung widerlegt das vereinfachte Stereotyp des „plündernden Wikingers“ und hebt die ausgeklügelten Handelsnetze und die wirtschaftliche Integration Englands im Wikingerzeitalter innerhalb eines größeren eurasischen Wirtschaftssystems hervor. Der Inhalt des Schatzes, einschließlich Barren, Halsketten und eines Schwertknopfs, zeigt die Fähigkeit der Wikinger, Silber zu verfeinern und umzuschmelzen und dabei östliches und westliches Material zu vermischen, was eine kulturelle Fusion neben dem wirtschaftlichen Austausch verdeutlicht.
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