Undenkbare Versöhnung: Überlebende des Ruandischen Genozids vergeben ihren Angreifern
Dreißig Jahre nach dem ruandischen Genozid, bei dem in 100 Tagen eine halbe Million Menschen ums Leben kamen, findet eine außergewöhnliche Versöhnung statt. Überlebende und Täter schmieden durch ein gemeinschaftsbasiertes Soziotherapieprogramm namens „Mvura Nkuvure“ (Ich heile dich, du heilest mich) unwahrscheinliche Freundschaften. Die Therapie konzentriert sich nicht auf Vergebung, sondern darauf, Einzelpersonen zu helfen, mit Traumata umzugehen und ihr Leben wiederaufzubauen. In 15 wöchentlichen Sitzungen lernen die Teilnehmer Vertrauen, Fürsorge und Respekt und konzentrieren sich letztendlich auf die Zukunft. Viele Teilnehmer beschreiben die Therapie als lebensverändernd und fördern Verbundenheit und Hoffnung in einer tief vernarbten Gesellschaft.
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