Das bizarre Ritual der Wahl des Dogen von Venedig: Ein 500 Jahre altes Losverfahren

2025-05-04

500 Jahre lang war die Wahl des Dogen von Venedig ein theatralisches Spektakel. Ein Beamter betete in der Markuskirche, nahm einen zufällig ausgewählten Jungen vom Platz und benutzte ihn, um die Mitglieder des Wahlkollegiums durch Los zu bestimmen, was einen umständlichen und absurden Prozess einleitete. Von 1268 bis zum Ende der Venezianischen Republik blieb das Verfahren weitgehend unverändert: Lose bestimmten 30 Wähler, dann 9, die 40 Kandidaten nominierten, wobei jeder mindestens 7 Stimmen benötigte, um zur nächsten Stufe zu gelangen. Dieser Prozess aus Lotterien und Eliminierungen dauerte an, bis ein Kandidat mit den meisten Unterstützungen zum Dogen gewählt wurde. Das System, sowohl lächerlich als auch tiefgründig, ist eine historische Besonderheit.

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