Viktorianische Eisenbahnnetze: Die Durchlaufrevolution
Die Eisenbahnnetze des 19. Jahrhunderts veränderten die Städte Europas und Nordamerikas, aber hohe Landkosten, technologische Einschränkungen und Vorschriften führten oft dazu, dass Eisenbahnen an den Stadträndern endeten und ein Muster von „Speichen ohne Nabe“ entstand. Das Aufkommen der U-Bahn-Technologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot eine Lösung, aber die hohen Kosten beschränkten ihre Akzeptanz. Viele Städte behielten riesige viktorianische Eisenbahnnetze bei, die sich durch eine große Abdeckung, aber geringe Frequenz und schlechte Interkonnektivität auszeichneten. Dieser Artikel untersucht „Durchlaufverkehr“, eine Lösung, die Vorort-Eisenbahnlinien auf gegenüberliegenden Seiten einer Stadt über Tunnel verbindet und die Effizienz zu einem Bruchteil der Kosten erheblich verbessert. Der Münchner S-Bahn und die Londoner Elizabeth Line zeigen erfolgreiche Implementierungen. Durchlaufverkehr bietet Städten weltweit eine kostengünstige Methode, um bestehende Eisenbahnnetze zu modernisieren und die Effizienz des öffentlichen Verkehrs zu steigern.