Die Entwicklung des Kapitels: Von Malorys Mort d'Arthur bis zur Austen-Ära

2025-08-31
Die Entwicklung des Kapitels: Von Malorys Mort d'Arthur bis zur Austen-Ära

Dieser Essay untersucht die Geschichte der Kapiteleinteilung in Romanen und deren Entwicklung. Er beginnt mit der Enthüllung, dass die Kapitelmarken in Malorys Mort d'Arthur aus dem 15. Jahrhundert nicht von ihm selbst stammen, sondern Zusätze des Druckers Caxton sind, die Rhythmus und Spannung des Textes verändern. Der Essay verfolgt die Entwicklung der Kapitel vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, wo sich ihre Funktion von der einfachen Textsegmentierung zu einem komplexen Werkzeug entwickelt hat, das das narrative Tempo und die Lesererfahrung prägt. Durch die Analyse der Verwendung von Kapiteln durch verschiedene Autoren – darunter Sterne, Fielding, Equiano und Goethe – zeigt der Essay das Zusammenspiel zwischen Kapitelform, narrativen Strategien, gesellschaftlichem Wandel und der Subjektivität des Lesers. Letztendlich argumentiert er, dass Kapiteleinteilungen nicht nur technische Mittel sind, sondern tiefgreifende Konstruktionen von Zeit und narrativer Erfahrung.

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Das fehlende Glied: Wie Übersetzung in Literaturkritiken vernachlässigt wird

2025-04-21
Das fehlende Glied: Wie Übersetzung in Literaturkritiken vernachlässigt wird

Dieser Artikel untersucht die Vernachlässigung von Übersetzungen in englischsprachigen Literaturkritiken. Der Autor hat Rezensionen von übersetzter Literatur und Poesie in wichtigen Zeitschriften im Jahr 2023 untersucht und festgestellt, dass viele Rezensionen der Übersetzung selbst wenig Aufmerksamkeit schenken. Viele loben die Übersetzung lediglich als „flüssig“ oder „elegant“ oder ignorieren sie ganz. Der Autor argumentiert, dass gute Rezensionen die Entscheidungen des Übersetzers, die Herausforderungen und das Verständnis des Originaltextes eingehend behandeln sollten, veranschaulicht durch konkrete Beispiele. Nur so können Leser den Wert von Übersetzungen und die Kunst des Übersetzens vollends würdigen.

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Psychoanalyse in der Krise: Verloren in der Therapiekultur

2025-01-05
Psychoanalyse in der Krise: Verloren in der Therapiekultur

Dieser Artikel untersucht die schwierige Lage der Psychoanalyse in der heutigen therapiegesättigten Kultur. Anhand der Besprechung von Bruce Finks *Miss-ing* und Darian Leaders *Is It Ever Just Sex?* analysiert der Autor den Einfluss des Aufstiegs der kognitiven Verhaltenstherapie auf die Psychoanalyse und die Herausforderungen, die sich der Psychoanalyse bei der Behandlung individueller Einzigartigkeit stellen. Der Artikel hebt den effizienz- und ergebnisorientierten Charakter der kognitiven Therapien im Gegensatz zum psychoanalytischen Fokus auf die Erforschung des Unbewussten und die Anerkennung möglicher therapeutischer Misserfolge hervor. Der Autor argumentiert, dass der Wert der Psychoanalyse in ihrer Herausforderung an das Selbstverständnis und ihrer Reflexion über den allgegenwärtigen „Mangel“ in der Therapiekultur liegt.

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