50 Jahre alte mathematische Vermutung endlich bewiesen: Die McKay-Vermutung

2025-02-20
50 Jahre alte mathematische Vermutung endlich bewiesen: Die McKay-Vermutung

Die McKay-Vermutung, ein mathematisches Problem aus den 1970er Jahren über endliche Gruppen und ihre Sylow-Normalisatoren, wurde endlich von Britta Späth und Michel Cabanes bewiesen. Die Vermutung besagt, dass eine entscheidende Größe für eine endliche Gruppe gleich der gleichen Größe für ihren Sylow-Normalisator (eine viel kleinere Untergruppe) ist. Dieser Beweis, der Jahrzehnte in Anspruch nahm, baut auf über hundert Jahren Arbeit zur Klassifizierung endlicher Gruppen auf und beinhaltet tiefgreifende Erkenntnisse in der Darstellungstheorie von Lie-Typ-Gruppen. Es ist eine monumentale Leistung in der Mathematik, die die Forschung in der Gruppentheorie vereinfacht und möglicherweise zu praktischen Anwendungen führt.

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Katalytisches Computing: Ein Durchbruch im Computing mit Speicherbeschränkungen

2025-02-18
Katalytisches Computing: Ein Durchbruch im Computing mit Speicherbeschränkungen

Informatiker waren lange Zeit durch Speicherbeschränkungen eingeschränkt und kämpften mit der Lösung bestimmter komplexer Probleme. Ein Durchbruch gelang mit dem "katalytischen Computing", das auf clevere Weise einen großen, aber unzugänglichen zusätzlichen Speicher nutzt (ähnlich einer riesigen, nicht veränderbaren Festplatte). Durch reversible Anpassungen an diesen zusätzlichen Speicher wird die Rechenleistung gesteigert, ähnlich einem chemischen Katalysator. Ursprünglich von Buhrman und Cleve vorgeschlagen, wurde diese Technik erweitert und angewendet. James Cook, ein Softwareentwickler, wandte sie sogar auf zuvor unlösbare Baumbewertungsprobleme an und zeigte so ihr Potenzial. Diese Forschung stellt unser traditionelles Verständnis der Ressourcennutzung in Frage und eröffnet neue Wege zur Lösung komplexerer Rechenprobleme.

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60 Jahre altes Mathematik-Rätsel gelöst: Die optimale Sofa-Größe

2025-02-14
60 Jahre altes Mathematik-Rätsel gelöst: Die optimale Sofa-Größe

Ein 60 Jahre altes mathematisches Rätsel – das Problem des beweglichen Sofas – ist endlich gelöst! In den 1960er Jahren stellten Mathematiker eine scheinbar einfache geometrische Frage: Wie groß ist die größte Fläche eines Sofas, das einen Flur mit einer Breite von einer Einheit passieren kann? Kürzlich bewies Jineon Baek, ein Postdoktorand an der Yonsei Universität in Seoul, in einem 119-seitigen Aufsatz, dass die von Joseph Gerver im Jahr 1992 vorgeschlagene Sofaform die optimale Lösung ist, mit einer Fläche von ungefähr 2,2195. Baeks Beweis ist bemerkenswert, weil er nicht auf Computern beruhte, sondern elegante mathematische Techniken verwendete, die neue Ansätze zur Lösung anderer Optimierungsprobleme bieten. Das Ergebnis veranschaulicht auch, dass selbst die einfachsten Optimierungsprobleme überraschend komplexe Antworten haben können.

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Sonstiges

Bethe-Ansatz: Eine nahezu perfekte Quantentheorie

2025-02-13
Bethe-Ansatz: Eine nahezu perfekte Quantentheorie

Der Physiker Hans Bethe entwickelte bei der Untersuchung von Spin-Ketten eine nahezu perfekte Quantentheorie – den Bethe-Ansatz. Er behandelte elegant die Wechselwirkungen von Spinwellen und berechnete präzise die Energie für verschiedene Zustände. Obwohl er zunächst keine Erklärung für reale Magnete lieferte, erwies sich der Bethe-Ansatz in anderen Bereichen als leistungsstark, beispielsweise bei der Erklärung ungewöhnlicher Phänomene in Tieftemperatur-Eis. Mithilfe des Bethe-Ansatzes konnten Physiker die Wahrscheinlichkeiten für die Messung spezifischer Muster in Experimenten präzise berechnen, was die Perfektion der Theorie erneut unter Beweis stellte.

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40 Jahre alte Vermutung widerlegt: Neue Hashtabelle übertrifft Erwartungen

2025-02-10
40 Jahre alte Vermutung widerlegt: Neue Hashtabelle übertrifft Erwartungen

Der Doktorand Krapivin (Universität Cambridge) widerlegte zusammen mit Farach-Colton und Kuszmaul (New York University) die lang gehegte Vermutung von Yao in der Informatik. Ihre neue Hashtabelle erreicht im schlechtesten Fall eine Zeitkomplexität von (log x)², deutlich schneller als das zuvor als optimal angesehene x. Diese bahnbrechende Forschung löst nicht nur ein klassisches Problem im Design von Hashtabellen, sondern verbessert auch die Effizienz der Datenspeicherung erheblich und weckt großes Interesse in der akademischen Gemeinschaft.

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Entwicklung Hashtabelle

Noetherscher Satz: Die Symmetrie hinter den Erhaltungssätzen

2025-02-09
Noetherscher Satz: Die Symmetrie hinter den Erhaltungssätzen

Einsteins allgemeine Relativitätstheorie von 1915 stellte die Grundlagen der Physik in Frage, indem sie implizierte, dass Energie erzeugt und vernichtet werden könnte. Die veränderliche Raumzeit der Relativitätstheorie brach das klassische Energieerhaltungsgesetz. Hilbert und Klein, die das Problem nicht lösen konnten, gaben es an Emmy Noether weiter. 1918 veröffentlichte Noether zwei bahnbrechende Sätze. Ihr Satz, der heute berühmt ist, enthüllte einen tiefen Zusammenhang: Jedes Erhaltungsgesetz spiegelt eine zugrundeliegende Symmetrie des Systems wider. Diese Entdeckung, die für das Verständnis der Symmetrien der Quantenfeldtheorie entscheidend ist, hat den Lauf der Physik tiefgreifend beeinflusst.

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Arktische Mikroalgen trotzen den Grenzen der Photosynthese

2025-02-06
Arktische Mikroalgen trotzen den Grenzen der Photosynthese

Eine neue Studie zeigt, dass arktische Mikroalgen bei extrem niedrigen Lichtverhältnissen Photosynthese betreiben können, und zwar nahe dem theoretischen Minimum. Die Forscher beobachteten Algenwachstum kurz nach der Polarnacht, was darauf hindeutet, dass sie während der Dunkelheit im Niedrigleistungsmodus bleiben und die Photosynthese schnell aktivieren, sobald Licht zurückkehrt. Diese Entdeckung könnte unser Verständnis von arktischen Ökosystemen und dem Leben in der Tiefsee verändern und darauf hindeuten, dass die produktive Zone des Ozeans tiefer reichen könnte als bisher angenommen.

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Die Form des Universums entschlüsseln: Die mysteriösen Noten des CMB

2025-02-04
Die Form des Universums entschlüsseln: Die mysteriösen Noten des CMB

Geringfügige Temperaturschwankungen im kosmischen Mikrowellenhintergrund (CMB) enthüllen Schallwellen aus dem frühen Universum, die aus Quantenschwankungen während des Urknalls entstanden sind. Wissenschaftler analysieren statistische Korrelationen im CMB, um diese „kosmischen Noten“ zu „dekodieren“ und die Topologie des Universums zu verstehen. Überraschenderweise verschwinden die Korrelationen über 60 Grad hinaus, was darauf hindeutet, dass die Topologie des Universums bestimmte Wellenlängen einschränken könnte, ähnlich wie die begrenzte Tonhöhe eines Musikinstruments. Forscher kartieren die „Noten“ für verschiedene Topologien und verwenden CMB- und Galaxienverteilungsdaten, um nach der Form des Universums zu suchen. Dies könnte entscheidend sein, um kosmologische Modelle zu testen und Anomalien im CMB zu erklären.

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Erweiterung des 10. Hilbert-Problems: Unentscheidbarkeit für breitere Ringe bewiesen

2025-02-03
Erweiterung des 10. Hilbert-Problems: Unentscheidbarkeit für breitere Ringe bewiesen

Mathematiker haben eine wichtige Erweiterung des 10. Hilbert-Problems gelöst und bewiesen, dass die Bestimmung, ob diophantische Gleichungen Lösungen haben, für eine große Klasse von Zahlenringen unentscheidbar ist. Aufbauend auf Yuri Matiyasevichs Beweis von 1970 für ganzzahlige Lösungen verwendet die Arbeit elliptische Kurven und quadratische Drehungen, um die Grenzen früherer Ansätze mit nicht-ganzzahligen Lösungen zu überwinden. Dieser Durchbruch vertieft nicht nur unser Verständnis der Grenzen der Berechenbarkeit, sondern liefert auch neue Werkzeuge für die mathematische Forschung.

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Grenzen von LLMs: Einsteins Rätsel enthüllt die Grenzen der Transformer-basierten KI

2025-02-02
Grenzen von LLMs: Einsteins Rätsel enthüllt die Grenzen der Transformer-basierten KI

Forscher haben fundamentale Grenzen in der Fähigkeit aktueller Transformer-basierter Large Language Models (LLMs) entdeckt, kompositionelle Denkaufgaben zu lösen. Experimente mit Einsteins Logikrätsel und mehrstelliger Multiplikation zeigten erhebliche Mängel, selbst nach umfangreichem Feintuning. Diese Ergebnisse stellen die Eignung der Transformer-Architektur für universelles Lernen in Frage und führen zu Untersuchungen alternativer Ansätze, wie z. B. verbesserte Trainingsdaten und Chain-of-Thought-Prompting, um die Fähigkeiten von LLMs im logischen Schließen zu verbessern.

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Netzwerke aus bakteriellen Nanoröhrchen im Ozean: Eine revolutionäre Entdeckung der mikrobiellen Vernetzung

2025-01-27
Netzwerke aus bakteriellen Nanoröhrchen im Ozean: Eine revolutionäre Entdeckung der mikrobiellen Vernetzung

Eine bahnbrechende Entdeckung enthüllt komplexe Netzwerke bakterieller Nanoröhrchen, die die häufigsten photosynthetischen Bakterien im Ozean, Prochlorococcus, miteinander verbinden. Diese Nanoröhrchen wirken wie winzige Brücken, die die Innenräume der Bakterienzellen miteinander verbinden und den Austausch von Nährstoffen und Informationen ermöglichen. Dies stellt die traditionelle Vorstellung von Bakterien als isolierte Individuen in Frage und zeigt eine viel stärker vernetzte mikrobielle Welt, als bisher angenommen. Diese Vernetzung könnte tiefgreifende Auswirkungen auf den Sauerstoff- und Kohlenstoffkreislauf der Erde haben.

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Fast perfekter Algorithmus zum Sortieren von Büchern

2025-01-24
Fast perfekter Algorithmus zum Sortieren von Büchern

Ein Durchbruch beim "Bibliotheks-Sortierproblem" (auch bekannt als "Listen-Kennzeichnungsproblem") wurde erzielt. Das Problem besteht darin, die effizienteste Methode zum Organisieren von Büchern oder Dateien in einer Datenbank zu finden, um die Zeit zum Einfügen neuer Elemente zu minimieren. Ein Team entwickelte einen neuen Algorithmus, der dem theoretischen Optimum (log n) für die durchschnittliche Einfügezeit verblüffend nahe kommt. Dieser Algorithmus kombiniert geschickt ein begrenztes Wissen über vergangene Inhalte mit der überraschenden Kraft des Zufalls und löst damit eine jahrzehntelange Herausforderung. Diese Forschung hat Auswirkungen nicht nur auf Bibliothekare, sondern auch auf die Organisation von Datenbanken und Festplatten und verspricht erhebliche Verbesserungen der Effizienz bei der Speicherung und Abrufung von Daten.

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Entwicklung

Die monströse Funktion, die die Analysis brach

2025-01-24
Die monströse Funktion, die die Analysis brach

Im 19. Jahrhundert enthüllte Karl Weierstrass eine Funktion, die die mathematische Gemeinschaft erschütterte. Überall stetig, aber nirgends differenzierbar, ähnelte sie einem unendlich gezackten Sägezahn, widerlegte die Intuition und stellte die Grundlagen der Analysis in Frage. Ihre scheinbar paradoxen Eigenschaften zwangen die Mathematiker, Stetigkeit und Differenzierbarkeit rigoros neu zu definieren, was schließlich zur Entwicklung der modernen Analysis führte. Dieses „mathematische Monster“ hat nicht nur theoretische Bedeutung, sondern findet auch praktische Anwendung in Bereichen wie der Brownschen Bewegung und zeigt die unbegrenzten Möglichkeiten der Mathematik.

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Konzeptzellen: Die Bausteine des Gedächtnisses?

2025-01-21
Konzeptzellen: Die Bausteine des Gedächtnisses?

Neurowissenschaftler haben im Gehirn „Konzeptzellen“ entdeckt, die auf spezifische Ideen reagieren, unabhängig davon, wie diese Idee präsentiert wird (Bild, Text, Sprache usw.). Diese Zellen reagieren nicht nur auf Bilder; sie repräsentieren abstrakte Konzepte und spielen eine entscheidende Rolle bei der Gedächtnisbildung. Untersuchungen legen nahe, dass Konzeptzellen miteinander vernetzt sind und komplexe Gedächtnisnetzwerke bilden. Diese Entdeckung stellt die traditionelle Neurowissenschaft in Frage und bietet neue Einblicke in die menschliche Gedächtnis- und Kognitionsmechanismen. Die anfängliche Entdeckung dieser Zellen, die zunächst als „Jennifer-Aniston-Zellen“ bezeichnet wurden, stieß auf Skepsis, aber spätere Forschungsergebnisse haben ihre Bedeutung gefestigt.

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Wärmebeständiger Magnetismus: Eine überraschende Entdeckung widerlegt Erwartungen

2025-01-19
Wärmebeständiger Magnetismus: Eine überraschende Entdeckung widerlegt Erwartungen

Hohe Temperaturen sind dafür bekannt, Ordnung und Muster zu zerstören. Physiker haben jedoch theoretisch eine Art idealisierten Magnetismus nachgewiesen, der seine geordnete Struktur unabhängig von der Temperatur beibehält. Diese überraschende Entdeckung stammt von einer einfachen Frage, die bei einem Vortrag gestellt wurde, und führte zu einer tieferen Erforschung der Quantenfeldtheorie. Die Forscher fanden heraus, dass in einem System, das zwei ineinander verschlungene magnetische Gitter ähnelt, eine spezifische magnetische Ordnung selbst bei unendlich hohen Temperaturen bestehen bleibt. Die frei rotierenden magnetischen Vektoren stabilisieren die nach oben und unten ausgerichteten Vektoren und erhalten so die allgemeine magnetische Ordnung. Diese Entdeckung könnte Auswirkungen auf die Kosmologie und die Suche nach Quantenphänomenen bei Raumtemperatur haben.

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Durchbruch beim Kusszahlproblem: Ein neuer Ansatz für ein altes Problem

2025-01-16
Durchbruch beim Kusszahlproblem: Ein neuer Ansatz für ein altes Problem

Über drei Jahrhunderte lang haben sich Mathematiker mit dem Kusszahlproblem herumgeschlagen: Wie viele identische Kugeln können eine zentrale Kugel berühren, ohne sich zu überlappen? Während die Antwort in drei Dimensionen 12 lautet, bleiben höhere Dimensionen ein Rätsel. Kürzlich entwickelten die MIT-Studentin Anqi Li und Professor Henry Cohn einen neuartigen Ansatz, indem sie traditionelle Symmetrieannahmen aufgaben. Ihre unkonventionelle, asymmetrische Strategie verbesserte die Schätzungen für die Kusszahl in den Dimensionen 17 bis 21 und markierte den ersten Fortschritt in diesen Dimensionen seit den 1960er Jahren. Dieser Durchbruch stellt etablierte Methoden in Frage, die auf Informationstheorie und Fehlerkorrekturcodes basieren, und eröffnet neue Wege zur Lösung dieses anhaltenden mathematischen Rätsels.

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Mathematik Höhere Dimensionen

Die Viskosität von kaltem Wasser könnte die Entstehung komplexen Lebens ausgelöst haben

2025-01-12
Die Viskosität von kaltem Wasser könnte die Entstehung komplexen Lebens ausgelöst haben

Eine neue Studie legt nahe, dass die hohe Viskosität von kaltem Meerwasser während der „Schneeball-Erde“-Perioden vor Milliarden von Jahren die Evolution des mehrzelligen Lebens angetrieben haben könnte. Experimente zeigen, dass einzellige Algen unter Bedingungen hoher Viskosität spontan größere, koordinierte Gruppen bildeten, um ihre Nahrungsaufnahmeeffizienz zu erhalten, und diesen Zustand über Generationen hinweg beibehielten. Dies deutet auf eine neue evolutionäre Strategie für frühes Leben hin, um sich an Umweltbedingungen anzupassen. Obwohl weitere Forschung erforderlich ist, bietet die Studie eine neue Perspektive auf den Ursprung der Mehrzelligkeit und unterstreicht die bedeutende Rolle physikalischer Umweltfaktoren bei der Gestaltung des Lebensweges.

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Jahrhundertealtes Mathematikproblem gelöst: Beweis der Irrationalität von ζ(3)

2025-01-09
Jahrhundertealtes Mathematikproblem gelöst: Beweis der Irrationalität von ζ(3)

Dieser Artikel erzählt die legendäre Geschichte des Beweises des Mathematikers Roger Apéry aus dem Jahr 1978, dass ζ(3) (die Riemannsche Zetafunktion bei 3) irrational ist. Sein Beweis wurde mit Skepsis aufgenommen und verursachte sogar Chaos auf der Konferenz, auf der er vorgestellt wurde. Apéry wurde jedoch letztendlich Recht gegeben. Jahrelang kämpften Mathematiker darum, Aperys Methode zu erweitern, mit wenig Erfolg. Kürzlich entwickelten Calegari, Dimitrov und Tang eine leistungsfähigere Methode, die die Irrationalität einer Reihe von zeta-ähnlichen Werten, einschließlich ζ(3), beweist und damit ein jahrzehntealtes Problem löst. Dieser Durchbruch liegt nicht nur in seinem Ergebnis, sondern auch in der Allgemeingültigkeit seines Ansatzes, der neue Werkzeuge für zukünftige Irrationalitätsbeweise liefert.

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Mathematik irrationale Zahlen

Die Größe des Unendlichen: Mathematiker kommen der Antwort auf die Frage nach der Anzahl der reellen Zahlen näher

2025-01-09
Die Größe des Unendlichen: Mathematiker kommen der Antwort auf die Frage nach der Anzahl der reellen Zahlen näher

Jahrzehntelang glaubten Mathematiker, dass die Bestimmung der Gesamtzahl der reellen Zahlen ein unlösbares Problem sei. Ein neuer Beweis deutet darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Der Artikel beschreibt, wie die Mathematiker Asperó und Schindler bewiesen haben, dass zwei Axiome, die zuvor als konkurrierende Grundlagen für die unendliche Mathematik galten, sich tatsächlich gegenseitig implizieren. Dieses Ergebnis stärkt das Argument gegen die Kontinuumshypothese und deutet darauf hin, dass eine zusätzliche Größe des Unendlichen zwischen den beiden existiert, die vor 143 Jahren als die erste und zweite unendlich große Zahl postuliert wurden. Obwohl dieses Ergebnis Begeisterung und Debatten in der mathematischen Gemeinschaft ausgelöst hat, sind die Auseinandersetzungen um die Größen unendlicher Mengen noch lange nicht beigelegt.

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Standardmodell: Die Erfolgsgleichung des Universums

2025-01-07
Standardmodell: Die Erfolgsgleichung des Universums

Das Quanta Magazine hat ein Video veröffentlicht, das das Standardmodell der Teilchenphysik erklärt – die erfolgreichste wissenschaftliche Theorie aller Zeiten. Der Physiker der Universität Cambridge, David Tong, zerlegt die Gleichung Stück für Stück und zeigt, wie die fundamentalen Bausteine unseres Universums interagieren. Obwohl es unglaublich erfolgreich bei der Erklärung von Experimenten auf der Erde ist, kann das Standardmodell mehrere Merkmale des größeren Universums nicht erklären, darunter die Gravitation über kurze Distanzen und das Vorhandensein von dunkler Materie und dunkler Energie. Dies treibt die Physiker zu umfassenderen Theorien, während Mathematiker neue Perspektiven auf die Quantenfeldtheorie benötigen, um die größten Rätsel der Physik zu lösen.

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Warum Informatiker Orakel befragen

2025-01-06
Warum Informatiker Orakel befragen

Theoretiker der Berechenbarkeitstheorie verwenden hypothetische „Orakel“ – Geräte, die sofort spezifische Fragen beantworten – um die grundlegenden Grenzen des Rechnens zu erforschen. Indem sie untersuchen, wie verschiedene Orakel die Schwierigkeit von Problemen beeinflussen (z. B. das P-gegen-NP-Problem), gewinnen Forscher Einblicke in inhärente rechnerische Beschränkungen und inspirieren neue Algorithmen. Zum Beispiel wurde Shors Algorithmus, ein Quantenalgorithmus zum Faktorisieren großer Zahlen, der für die moderne Kryptographie entscheidend ist, durch orakelbasierte Forschung inspiriert. Orakel dienen als leistungsstarkes Werkzeug, das die Grenzen des theoretischen Verständnisses erweitert und Innovationen in Bereichen wie dem Quantencomputing vorantreibt.

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2024 in der Mathematik: Durchbrüche und der Aufstieg der KI

2024-12-20
2024 in der Mathematik: Durchbrüche und der Aufstieg der KI

2024 war ein wegweisendes Jahr für die Mathematik, geprägt von einer Reihe bedeutender Durchbrüche. Ein Team von neun Mathematikern bewies die geometrische Langlands-Vermutung – ein 800-seitiger Beweis, der als herausragende Leistung gefeiert wurde – und verband verschiedene Bereiche der Mathematik. Weitere wichtige Fortschritte wurden in der Geometrie erzielt, wobei langjährige Vermutungen gelöst und überraschende Gegenbeispiele geliefert wurden. Gleichzeitig erzielte die künstliche Intelligenz erhebliche Fortschritte, wobei das Modell AlphaProof von Google DeepMind bemerkenswerte Ergebnisse bei der Internationalen Mathematikolympiade erzielte und das Potenzial von KI als „Co-Pilot“ für zukünftige mathematische Forschung aufzeigte. Diese Erfolge unterstreichen nicht nur die bedeutenden Fortschritte im mathematischen Verständnis, sondern auch das transformative Potenzial von KI, die Zukunft des Fachgebiets zu gestalten.

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Entropie: Ein Umdenken des Unordnung im Universum

2024-12-14
Entropie: Ein Umdenken des Unordnung im Universum

Vor zweihundert Jahren führte der französische Ingenieur Sadi Carnot den Begriff der Entropie ein, um den irreversiblen Verfall des Universums zu quantifizieren. Die moderne Physik betrachtet Entropie jedoch nicht einfach als 'Unordnung', sondern als Spiegelbild der begrenzten Kenntnis eines Beobachters über ein System. Diese neue Perspektive beleuchtet die tiefe Verbindung zwischen Information und Energie und treibt technologische Fortschritte im Nanobereich voran. Von Carnots Dampfmaschine bis zu modernen Informationsmaschinen entwickelt sich das Konzept der Entropie weiter und hilft uns, das Funktionieren des Universums zu verstehen und uns zum Überdenken des Zwecks der Wissenschaft und unseres Platzes darin anzuregen.

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Exotische neue Supraleiter begeistern und verwirren

2024-12-13
Exotische neue Supraleiter begeistern und verwirren

In diesem Jahr wurden drei neue Arten von Supraleitern entdeckt, die unser Verständnis dieses Phänomens in Frage stellen. Diese zweidimensionalen Materialien, wie Graphen, zeigen eine beispiellose Flexibilität und wechseln durch einfache Anpassungen zwischen isolierenden, leitenden und supraleitenden Zuständen. Einer von ihnen widersetzt sich sogar den Erwartungen, indem er sich in einem Magnetfeld verstärkt. Diese Entdeckungen vertiefen das Geheimnis der Supraleitung und bieten gleichzeitig Hoffnung auf Raumtemperatur-Supraleiter, die die Energie- und Transportbranche revolutionieren könnten.

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Mathematiker entdecken neue Methode zum Zählen von Primzahlen

2024-12-13
Mathematiker entdecken neue Methode zum Zählen von Primzahlen

Die Mathematiker Ben Green und Mehtaab Sawhney haben bewiesen, dass es unendlich viele Primzahlen der Form p² + 4q² gibt, wobei p und q ebenfalls Primzahlen sind. Ihr Beweis verwendet auf geniale Weise Gowers-Normen, ein Werkzeug aus einem anderen Gebiet der Mathematik, und zeigt dessen überraschende Leistungsfähigkeit beim Zählen von Primzahlen. Dieser Durchbruch vertieft unser Verständnis der Verteilung von Primzahlen und eröffnet neue Wege für zukünftige Forschung.

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